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Igelballmassage - Anleitung

Igelballmassage- Anleitung


Warum empfehle ich meinen Patientenbesitzern die Muskulatur ihres Lieblings mit dem Igelball zu behandeln? Ganz einfach, weil man trotz Unkenntnis in den Massagetechniken damit auch als Laie eine ganz hervorragende Wirkung erzielen kann. Zudem ist sie für Hunde jeden Alters, vom Welpen bis zum Senior, bestens geeignet.


Aber – No Go:


Bitte beachte, dass eine Massage mit dem Igelball ein absolutes No-Go bei einem ballverspielten Hund ist. Dein Hund wird während der Massage sich so sehr auf den Ball fokussieren, dass er keine Entspannung finden wird.


Wirkung:


Ich nenne die Igelbälle als kleine Bälle mit großer Wirkung! Eine Massage mit dem Igelball ist nicht nur wohltuend, sondern auch effektiv!


  • Lösen von Verspannungen

  • Durchblutungsfördernd

  • Anregung der Muskelregeneration

  • Entschlackung

  • Nerven- und Muskelsensibilisierung

  • Stimulation der Propriorezeption an den Pfotenballen und auch bei gelähmten Gliedmaßen


Mit einer Igelballmassage kann die Durchblutung gefördert werden. Gleichzeitig wird dabei der Kreislauf Deines Lieblings in Schwung gebracht. Das geschieht dadurch, dass durch den Einsatz der Noppen und den leichten Druck auf die Massageregion diese Körperstelle stimuliert und aktiviert wird. Die Muskulatur entspannt sich und Du kannst sogar damit die Schmerzen Deines Vierbeiners lindern.

Gerne wird die Igelballmassage bei gelähmten oder/ und frisch operierten Tieren angewendet, da Muskeln und Sensoren verstärkt angesprochen werden können. Dadurch können Impulse intensiver und bewusster wahrgenommen werden. Das Körpergefühl des Vierbeiners kann somit gesteigert werden.


Und so wird es gemacht:


Schaffe eine ruhige und entspannte Atmosphäre. Führe die Bewegung mit leichtem Druck aus. Du brauchst keinen harten festen Druck. Versuche die Bewegungen gleichmäßig und fließend mit dem Strich durchzuführen. Erfahrungsgemäß empfinden Hunde kreisende Bewegungen als besonders angenehm. Am besten ist es, wenn du nicht zu lange auf derselben Stelle massierst und knöcherne Bereiche aussparst. Gegen den Strich solltest du nur dann massieren, wenn Dein Vierbeiner gelähmt ist. Dadurch trainierst Du noch mehr die Wahrnehmung der Gliedmaßen.

Bei Hunden, die an einer Erkrankung des Bewegungsapparats leiden, wie z.B. Arthrose oder Lähmungen, kannst Du die Massage jeden Tag anbieten für ca. 10 – 15 Min.. Bei gesunden Hunden verwende den Igelball eher 2 -3 Woche, damit es nicht zu einer Überreizung kommt.


Langer Rückenstrecker:


  1. Beginne erst die Muskulatur am Rücken Deines Lieblings zu bearbeiten. Du startest dazu zunächst entweder rechts oder links neben der Wirbelsäule ganz oben (hinter den Ohren) bei der Halswirbelsäule (gelbe Markierung auf dem Bild). Spare die Knochenpunkte aus (rote Punkte auf dem Bild).

  2. Arbeite dich in kleinen kreisenden Bewegungen über die Halswirbelsäule, dann weiter über das Schulterblatt entlang zur Brustwirbelsäule, dann über die Brustwirbelsäule entlang und anschließend entlang der Lendenwirbelsäule bis runter zum Schwanzansatz.

  3. Das Gleiche machst du auf der anderen Seite. Je nachdem, ob Du rechts oder links von der Wirbelsäule begonnen hast.


Quelle Hundebild: www.fotocommunity.de

Muskulatur der Vorderbeine:


  1. Nun legt sich Dein Hund bestenfalls auf eine Seite, damit du das Vorderbein– entweder der rechten oder linken Seite bearbeiten kannst

  2. Beginne ganz oben am Schulterblatt und arbeite dich in kreisenden Bewegungen entlang des Oberarms, dann weiter entlang des Unterarms bis zur Pfote hinab. Lasse erneut die Knochenpunkte aus (rote Markierung).

  3. Wenn du die Sensomotorik deines Hundes trainieren möchtest, dann bearbeite die Pfotenballen gleich mit.


Quelle Hundebild: www.zoolac.nl


Muskulatur der Hinterbeine:


  1. Auch hier ist es am besten, wenn Dein Hund auf der Seite liegt. Fahre am besten mit der Seite fort (rechts oder links) auf der Du schon eventuell das Vorderbein bearbeitet hattest.

  2. Beginne an der Hüft- und Kruppenmuskulatur, massiere weiter entlang der Oberschenkelmuskulatur bis zur Kniemuskulatur, dann weiter zum Unterschenkel und von dort bis runter zur Pfote. Lasse erneut die Knochenpunkte aus (rote Markierung).

  3. Auch hier trainierst du die Sensomotorik deines Hundes, wenn Du die Ballen mit massierst.


Quelle Hundebild: www.zoolac.nl


Und nun viel Spaß!


Probier es einfach aus. Dein Vierbeiner wird es lieben 💛


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